Anne Sasson - Berlin Tierhomöopathie

18.04.2011 11:32

Liebe Tierhalter,

Dies sind die Themen der Ausgabe April 2011:

1. Giardienbefall: Symptome, Fütterung, Hygienemaßnahmen

 2. Aus der Phytotherapie: Auch gegen Giardien ist ein Kraut gewachsen!

 3. Poetisch-homöopathisch: ohne Spitzenhäubchen und mit großer Heilkraft!
4. Aus medizinischer Sicht: Das Vestibularsyndrom
5. Die kleine Reise durch das Organon der Heilkunst, Samuel Hahnemanns "Bibel der Homöopathie." 


 

Giardienbefall bei Hund und Katze

Giardien sind Parasiten, die sich rasant schnell im Darm von Säugetieren vermehren. Sie sind hoch infektiös und nicht leicht zu bekämpfen. Die Infektion erfolgt über kontaminiertes Wasser und Futter, beim Schnuppern von Kot oder beim Belecken von Fell (das eigene oder das befreundeter Tiere).

 

 

 

 

Unter günstigen Bedingungen scheiden infizierte Tiere bis zu 10 Millionen Zysten pro Gramm Kot aus, dabei können bereits 10 Zysten eine Infektion verursachen. Darüber hinaus sind die Zysten überaus resistent. Sie bleiben im kühlem Wasser (4°C) bis zu 3 Monate infektiös, in feuchtem Boden bis zu 7 Wochen.

 

 

 

 

Es erkranken hauptsächlich Welpen und Junghunde sowie ältere und geschwächte Tiere. Das Hauptsymptom ist intermittierender, heller Durchfall, oftmals mit Beimengungen von Schleim. Da der Durchfall immer wieder kommt und geht, und das Allgemeinbefinden sowie der Appetit des Tieres zunächst gut bleiben, wird oftmals lange gewartet, bis einen Kotprobe zur Feststellung von Giardien eingeschickt wird.

 

 

 

 

Schulmedizinisch wird in der Regel mit Fenbendazol (Panacur, Breitbandwurmmittel) oder Metrodinazol (Antibiotikum gegen die bakterielle Infektion durch den Parasitenbefall) behandelt. Nicht immer mit durchschlagenden Erfolg.

 

 

 

 

--> Eine klassisch homöopathische Behandlung beseitigt nicht nur den Durchfall, sondern stärkt die Lebenskraft, so dass der Organismus gegen Giardienbefall resistent wird.

 

 

 

 

Wichtig! Giardien ernähren sich hauptsächlich von Kohlenhydraten. Diese dürfen während der Behandlung auf gar keinen Fall gefüttert werden. Das sind insbesondere Getreide, aber auch stärke- oder zuckerhaltiges Gemüse (Kartoffeln, Möhren) oder Obst (Banane, süßes Obst).

 

 

 

 

Hygienemaßnahmen sind ebenfalls wichtig, um das Risiko der Reinfektion so niedrig wie möglich zu halten (und auch andere Tiere zu schützen).

 

 

- Sofortige Beseitigung von Kot, Stellen möglichst heiß abspülen

 

,
- After nach dem Kotabsatz gründlich säubern, um Reinfektion beim Belecken zu verhindern,

 


- Heiß waschen/Kochen aller Kissen, Decken, Spielzeuge, Näpfe ... etc – Möglichst täglich.

 

 

 

Nach der Behandlung empfiehlt sich unbedingt eine Darmsanierung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Aus der Phytotherapie: Auch gegen Giardien ist ein Kraut gewachsen!

Das Rezept der Kräuterbuttermilch:

1/4 Liter Buttermilch (oder Kefir) mit

- 2 EL Oregano
- 2 EL Majoran
- 2 EL Thymian

vermengen und lange ziehen lassen.

3 mal täglich 1 bis 2 EL über das Futter geben, bis der Durchfall verschwunden ist. Anschließend reichen 1 bis 2 EL täglich. Diese Kur sollte in den nächsten 3 Wochen durchgeführt werden.

Die Kräuterbuttermilch hat sich bei vielen Hunden und Katzen mit Giardienbefall bewährt! Die Akzeptanz ist groß, es sind keine Nebenwirkungen bekannt.

 


   

 

Poetisch-homöopathisch: ohne Spitzenhäubchen und mit großer Heilkraft!

 


 

Hier einige Reime aus „Gereimte Homöopathie“ (Angela von Büdingen)

 



 

Arsenicum album 

Schwach, es fehlt die Lebenskraft.

 


Die Angst ihm große Qualen schafft.

 

 

Wärme bessert die Beschwerden –

 


Durch Kälte kann’s nur schlimmer werden!

 

 

 

 

Die peinliche Genauigkeit

 


Erinnert an Arsen allzeit.

 

 

 

 

Sein Durst ist stark und unstillbar –

 


Es plagt ihn Magen-Darm-Katarrh.

 

 

 

 

Bei nächtlicher Verschlimmerung

 


Denkt gleich man an Arsenicum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  Aus medizinischer Sicht: Das Vestibularsyndrom beim Hund

Plötzlich torkelt und schwankt unser Hund, als wäre er betrunken. Er bewegt die Augen merkwürdig hin und her, hält den Kopf schief, ist so benommen, dass er sich kaum auf den Beinen halten kann und sogar umfällt. Besorgt stellt man ihn dem Tierarzt vor. Diagnose: Schlaganfall! Doch in Wirklichkeit kommt ein Schlaganfall, wie wir ihn bei Menschen kennen, beim Hund so gut wie nie vor. Natürlich wissen das die Tierärzte, dennoch haben sie sich angewöhnt, von einem Schlaganfall zu sprechen, weil sich viele Tierhalter unter diesem Begriff mehr vorstellen können als unter einem Vestibulärsyndrom! Denn das ist es, was unser Hund gerade erlebt hat, und dieses Syndrom lässt sich eigentlich auch ganz gut erklären! Die vollständige Bezeichung „idiopathisches geriatrisches Vestibulärsyndrom“ deutet darauf hin, dass die Ursachen der Erkrankung unbekannter Natur sind (idiopathisch = ohne bekannte Ursache) und dass hauptsächlich ältere Hunde betroffen sind. Das Vestibulärsyndrom ist also eine plötzliche, unerklärlich Störung des Vestibularapparats.

Der Vestibularapparat
Kurz zusammengefasst ist der Vestibularapparat das Gleichgewichtsorgan. Er besteht aus drei Bogen und befindet sich im Innenohr zwischen dem Trommelfell und der Hörschnecke. Der Vestibularapparat ist zuständig für

- die Orientierung im Raum,
- die Aufrechterhaltung von Kopf- und Körperhaltung sowohl in Ruhe als auch in der Bewegung,
- das Bewusstsein von Stehen, Liegen, Bewegung und Ruhe.

Deshalb kommt es bei einem Versagen des Vestibularapparats in erster Linie zu Gleichgewichtsstörungen.

Die Symptome
Menschen können solche Schwindelanfälle mit Begriffen wie „Karussell fahren“ oder „Seekrankheit“ beschreiben. Beim Hund merkt man zunächst, dass er sich plötzlich kaum noch auf den Beinen halten kann. Er stolpert, schwankt, dreht sich im Kreis (Manegebewegung), kann teilweise überhaupt nicht mehr gehen und fällt um.

Weitere Symptome, die manchmal auch im Vorfeld erscheinen können, sind eine andauernde Schiefhaltung des Kopfes (in Richtung der Störung) sowie ein rhythmisches Augenzucken (Nystagmus). Darüber hinaus ist dem Hund aufgrund der Gleichgewichtsstörung oftmals übel, er wird sein Futter ggfs. erbrechen oder gar nicht fressen wollen.


Da die Krankheit von einer Minute auf die nächste auftreten kann, sind die Besitzer verständlicherweise überrascht und natürlich auch höchst besorgt.


Die Diagnose
Sind all diese Symptome vorhanden, kann man – insbesondere bei einem älteren Hund - mit ziemlicher Sicherheit von einem Vestibularsyndrom ausgehen. Es ist jedoch ratsam, andere Ursachen für Gleichgewichtsstörungen differentialdiagnostisch auszuschließen. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine Ohrentzündung, einen Fremdkörper, einen Tumor, die Nebenwirkungen eines Medikaments oder einen epileptischen Anfall handeln. Der große Unterschied ist jedoch, dass das Vestibulärsyndrom in der Regel von selbst wieder verschwindet.

Therapeutische Maßnahmen
Es gibt für das Vestibularsyndrom keine spezielle schulmedizinische Therapie. Manche Tierärzte empfehlen eine Dauertropfinfusionstherapie, um den Kreislauf und die Gehirndurchblutung zu verbessern. Dies sollte gut überlegt werden, da die psychische Belastung für den Hund eventuell schwerwiegender als die akuten Beschwerden sein kann.

Die meisten Hunde haben weiterhin Appetit, können jedoch nicht fressen, weil sich der Futternapf vor ihren Augen „dreht“. Dieses Problem kann dadurch gelöst werde, dass der Hund aus der Hand gefüttert wird. Auch das Wasser sollte ihm vorsichtig zugeführt werden.  
Wenn der Hund nicht von alleine laufen kann, müssen die Besitzer ihn regelmäßig nach draußen tragen.

Was der Hund ganz sicherlich braucht, ist viel Sicherheit und Ruhe in seiner gewohnten Umgebung. Dort kann er sich stressfrei erholen. Sein Liegeplatz sollte besonders gepolstert werden, da er jetzt viel liegen wird. Sein Umfeld sollte sicher gestaltet sein, so dass er sich bei Schwindelanfällen nicht verletzten kann (Möbelkanten, glatter Boden, Treppen…). Für seine Genesung sind natürlich seine Bezugspersonen bzw. die anderen Hunde der Familie eine große Hilfe, sofern diese sein Ruhebedürfnis respektieren (Vorsicht bei kleinen Kindern und stürmischen Rudelmitgliedern).


In der Regel ist eine deutliche Besserung des Zustands innerhalb von einer oder zwei Wochen zu erwarten, die meisten Hunde sind nach 4 bis 8 Wochen beschwerdenfrei. Eventuell kann eine leichte Kopfschiefhaltung bestehen bleiben.

Einzelne Beschwerden wie die Übelkeit oder das Erbrechen wird man lindern oder beseitigen können. Insbesondere die Homöopathie kann in solchen Akutfällen erstaunlich schnelle Hilfe leisten.

 

 


  Die kleine Reise durch das Organon

 


Vor 200 Jahren erschien die erste Fassung der „Bibel der Homöopathie“, Samuel Hahnemanns „Organon der rationellen Heilkunst“.

 



 

„Das Terrain ist alles, die Mikrobe ist nichts“, behauptete Claude Bernard, der Vater der modernen Physiologie. Virchow stimmte ihm zu: „Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich es der Suche nach dem Beweis weihen, dass Keime ihr natürliches Habitat – krankes Gewebe – aufsuchen und nicht der Grund für krankes Gewebe sind .“

 

 

 

Doch vor ihnen schrieb Hahnemann in seinem § 31 (Disposition) bereits ähnliches über „krankhafte Schädlichkeiten“ :

 

 

 

 

„ ... wir erkranken durch sie nur dann, wenn unser Organism so eben dazu disponiert und aufgelegt genug ist, von der gegenwärtigen Krankheits-Ursache angegriffen zu werden ... sie macher daher nicht Jeden und nicht zu jeder Zeit krank.“

 

 

 

 

Ist es nicht so? Manche „fangen sich alles ein“, andere gehen ohne auch nur die kleinste Erkältung durch den Winter. Ganz schön seiner Zeit voraus, dieser Hahnemann, oder?

 

 

 

 

 

 

Machen Sie's gut und bis zum nächsten Monat...

 


Ihre

 


Anne Sasson

 


 

 

Haben Sie Fragen? Oder möchten Sie mir etwas mitteilen? Ich werde mich nach Erhalt Ihrer Email an anne@berlin-tierhomoeopathie.de schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung setzen.
Viele Informationen finden Sie bereits auf www.berlin-tierhomoeopathie.de 

 



 

Ich hoffe, dass Sie diesen Newsletter interessant fanden. Falls Sie ihn jedoch nicht länger erhalten möchten, senden Sie diese Mail zurück und vermerken Sie „Abbestellen“ in der Betreffzeile.

 


 

Mein Newsletter landet bei Ihnen immer im Spam-Ordner? Dies können Sie verhindern, in dem Sie einmalig meine Absender-Adresse (anne@berlin-tierhomoeopathie.de) in Ihr Adressbuch kopieren oder diese Mail beantworten.

 



 

Sie können diesen Newsletter sehr gerne an Freunde, Familie oder Bekannte weiterleiten.

 


 

Dieser  Newsletter wurde Ihnen von einem Bekannten empfohlen und Sie möchten ihn abonnieren? Senden Sie diese Mail zurück und vermerken Sie „Abonnieren“ in der Betreffzeile.

 


 


 

Impressum:

 


Mobile Praxis für klassische Tierhomöopathie

 


Anne Sasson, Tierheilpraktikerin

 


www.berlin-tierhomoeopathie.de

 


030 – 9225 7262 - 0179 122 95 66
Ringbahnstr. 6 – 10711 Berlin

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von GABRIELE NNAVARRO | 13.12.2013

habe probleme mit meinen hunden yourgshierterier
haben ständig durchfall
mit einer kurzen auszeit
ich denke sie haben diese giardien Parasiten
bitte helfen sie mir bitte
was kann dagegntun